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Bürokratie gilt meist als typisch deutsch.
Doch das von uns Deutschen als eines der unbürokratischsten Länder
angesehene Italien beweist,
dass dem nicht so ist. Geht es um die Sauberkeit der Strände der
touristischen Hochburgen der Adria,
können wohl sogar wir uns noch einiges an Bürokratie abschauen.
Der offizielle Auftrag, die Strände zu reinigen, ging an eine Firma.
Jene Reinigungsfirma ist nun alleinig für die Sauberhaltung
verantwortlich.
Dies bedeutet jedoch auch, dass niemand anders als die Angestellten
dieser Firma sich zu erdreisten hat,
die Strände von Unrat zu befreien.
Es handelt sich nicht nur eine Frage der Ehre, welche auf
Nichtitaliener oft sehr unverständlich wirkt,
man könnte sogar mit einem Bußgeld für die, einem nicht zu stehende,
getane Aufgabe rechnen.
Problematisch wird die Situation jedoch erst jetzt zu Saisonbeginn.
Bisher rückten in unterschiedlichen Abständen Reinigungskräfte der
besagten Firma an und
da die Strände ja noch nicht stark genutzt wurden, war die
Auffassung der Firma,
wie die Säuberungsarbeiten von statten gehen sollten ausreichend. |